Aus für „Foodedjucation-Mensa“ – Kreistag bleibt bei seinem Beschluss

KREIS KH. Der wochenlange Einsatz der Schüler, Lehrer, Eltern und Politiker zum Erhalt der Mensa durch das Unternehmen „Foodedjucation“ hat sich nicht gelohnt. Der Kreistag blieb am gestrigen dabei, den Beschluss des Kreisausschusses von Ende April nicht zurückzunehmen.

Knapp 90 Minuten wurde das Thema sehr hitzig im Kreistag behandelt. Unter den Zuhörern waren auch die beiden Chefs von „Foodedjucation“, Johannes Zimmermann und Sebastian Rössler. Zu Beginn erläuterte Landrat Franz-Josef Diel genau den Zeitplan auf, wie der Beschluss und die Ausschreibung zustande kam. Einen Fehler bei der Ausschreibung sei nicht nachweisbar.

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Allerdings gab Diel zu, dass die Kommunikation nicht einwandfrei lief. „Wir haben diese Ausschreibung als Aufgabe der laufenden Verwaltung gesehen. Deshalb haben wir im Vorfeld gar nicht daran gedacht, im Vorfeld mit Ausschüssen und Beteiligten zu diskutieren“, so Diel.

Der Landrat stellte auch klar, dass dem Jungunternehmen„Foodedjucation“ bereits zu Vertragsbeginn deutlich gemacht wurde, dass eine Ausschreibung nach einem Jahr erfolgen würde. Weiterhin teilte Diel auch mit, dass bei den Gesprächen mit „Foodedjucation“ in manchen Dingen kein Entgegenkommen war. Franz-Josef Diel: „Wir können jetzt nicht so lange ausschreiben, bis es einem passt“. Weiterhin verwies er darauf, dass er als Vorgesetzter einer Verwaltung sich an geltendes Recht halten muss.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Ewald Götz, der unter anderem erreichen wollte, dass der Beschluss der Kreisausschusssitzung aufzuheben, griff die Verwaltung hart an.

„Im Leistungsverzeichnis finden sich mindestens 20 Punkte, die entweder nicht berücksichtigt wurden, oder seitens der Fragestellungen her falsch sind. Insbesondere das Recht zur Bewirtschaftung des Kiosks zu einem horrenden Pachtpreis ist einer der Punkte, von denen der Kreistag bisher gar nichts wusste. Dieser Punkt muss aber geklärt werden“, so Götz.

Als er öffentlich sagte, dass das neue Unternehmen MenüPartner aus Berlin sämtliche Fleischwaren zentral in Berlin vorkocht und schockgefrostet an alle 400 Filialen liefert, um dort nur noch aufzuwärmen, wurde er von den CDU-Mitgliedern mit dem Hinweis unterbrochen, dass solche Aussagen in eine nicht-öffentliche Sitzung gehören.

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Vor der Abstimmung macht Landrat Diel noch eine Ausnahme und gab Johannes Zimmermann von „Foodedjucation“ das Wort. Wie Zimmermann den Kreistagsmitgliedern mitteilte, sei Landrat Diel damals händeflehend zu ihnen gekommen, um die Mensa zu übernehmen. „Wir machen doch kein Unternehmen für ein Jahr auf“, so Zimmermann. Verärgert stellte Diel dann nochmals klar, dass das Unternehmen von Anfang an über alles Bescheid wusste. „Ihnen waren alle Kriterien bekannt. Kommen sie aus der Opferrolle heraus“, so Diel. Bei 36 Nein-Stimmen, zwei Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen lehnte der Kreistag den Antrag der Linken ab. Damit wird nach den Sommerferien das Unternehmen MenüPartner das Catering übernehmen.

pdw / 22.05.17

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