DRK-Rettungsdienst gibt Hitzetipps für Senioren und Kinder

REGION. Die letzten Wochen waren von eher kühlerem Wetter geprägt. Daher sind die aktuell schnell angestiegenen Temperaturen auf über 30 Grad, welche auch noch in dieser Woche anhalten sollen, eine besondere Belastung für den Körper. Besonders betroffen sind Risikogruppen wie ältere Menschen, Kinder oder Menschen mit Vorerkrankungen am Herz-Kreislaufsystem. Damit schwere Notfälle durch Hitzebelastung bestmöglich verhindert werden können, geben die Rettungsexperten wertvolle Tipps für die heißen Tage.

Achten Sie auf Ihr Umfeld!

Älteren Menschen geht das Durstgefühl verloren. Sie haben schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb, zu trinken. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden. Dies bei pflegebedürftigen Menschen besonders wichtig, da sie sich häufig nicht mitteilen können. Hier ist es wichtig, dass Angehörige für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Achten Sie auf ältere oder kranke Menschen in Ihrem Umfeld und bieten Sie Ihre Hilfe an.

Medikamente

Bestimmte Medikamente wirken entwässernd, weshalb kranke Menschen bei Hitze besonders gefährdet sind. Alkoholkonsum stellt – bei Jung und Alt – einen zusätzlichen Gefährdungsfaktor dar, da auch er durch vermehrte Ausscheidung zu Flüssigkeitsverlusten führt. Speziell Senioren benötigen ausreichend Flüssigkeit im Körper, damit Medikamente optimal wirken können.

Achtung Notfall!

Erste Hinweise für einen Hitzenotfall können Muskelkrämpfe besonders in den Beinen oder ein plötzlicher Kreislaufkollaps sein. Hier helfen gekühlte, elektrolythaltige Getränke – wie Apfelsaftschorle. Durch Öffnen überflüssiger oder beengender Kleidung kann ein Wärmestau verhindert werden. Für zusätzliche Kühlung sorgen kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft. Wenn sich der Zustand des Hitzeopfers durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, sollte man den Rettungsdienst (Tel. 112) rufen.

Sonnenschutz

Vorsicht auch vor der direkten Sonneneinstrahlung. Säuglinge dürfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden. Zudem ist es lebensgefährlich Kinder im parkenden Fahrzeug warten zu lassen. Hier steigen die Temperaturen im Fahrzeug rasch auf ein lebensbedrohliches Niveau. Kleinkinder und Senioren sowie hellhäutige Menschen sind sehr empfindlich und müssen sich besonders schützen. Deshalb ist der Sonnenhut für kleine Kinder und für ältere Menschen evtl. mit einem Nackenschutz ein Muss, um die Kopfhaut vor der Sonne zu schützen.

Philipp Köhler, Pressesprecher und Notfallsanitäter des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe erläutert: „Die Hitze ist für den Körper ohnehin schon eine große Belastung. Daher sollten sich vor allem ältere und kranke Menschen nicht in der Hitze körperlich betätigen oder anstrengende Arbeiten im Freien verrichten, damit es nicht zum vielleicht lebensbedrohlichen Hitzenotfall kommt.“

 

red / 29.05.17

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